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Sommerschule 2025

Bildung und Freizeit für Burgdorfer Kinder und Jugendliche in den Sommerferien

Das Projekt

Höhepunkt unserer Jahresplanung im BMGH ist die Sommerschule. Für zwei Wochen stellt die Stadt uns eine Grundschule zur Verfügung und wir erarbeiten ein Bildungskonzept zu einem Thema. In 2025 wird es um Energie gehen, die vergangenen Themen waren 2024 Mobilität, 2023 Getreide und 2022 Wasser. Die mittlerweile 190 Teilnehmerplätze werden zu einem Drittel an neu eingereiste Kinder, zu einem Drittel an Nachhilfeschüler und zu einem Drittel an sonstige Burgdorfer Kinder vergeben, in der Altersspanne von 6-17 Jahren und von allen Schulformen incl. Förderschulen. Soziale Teilhabe wird damit für alle Kinder geboten und unzählige Begegnungen ermöglicht, gemeinsam gelernt und Freundschaften gewonnen. Der soziale Zusammenhalt, den unsere Gesellschaft braucht, wächst täglich. Ca. 50 DozentInnen werden zur Betreuung ausgesucht, alle arbeiten über das Jahr im BMGH und im Team verfügen wir über 8 verschiedene Muttersprachen. Damit ist die Beziehungsgrundlage für gelingende Integration in den Kleingruppen geben. Ein Lernskript zum Jahresthema wird vorab erarbeitet und nach Alter und Sprachkenntnis differenziert. Mit Theorie und praktisches Erleben, Wortschatzarbeit und Gestalten, drinnen und draußen wird der Unterricht täglich von 9 – 16 Uhr gestaltet. Der Wochenplan sieht am Dienstag und Donnerstagnachmittag Fachexkursionen zum Jahresthema vor, für das aktuelle Jahr stehen bereits die Teerkerle in Hänigsen und die Energiegenossenschaft Lehrte Peine fest. Am Mittwoch ist Ausflugstag und dieser Tag wird Ehrenamtlich geleistet! Die Freude am Miteinander, die Teilhabe und Freundschaft auf Augenhöhe stehen im Mittelpunkt. Ziele waren im vergangenen Jahr je nach Alter der Heidepark oder der Ersepark. Dazu kommt jährlich ein selbstbestimmtes Ziel. Am letzten Freitag werden Eltern und Freunde zum Abschiedsfest eingeladen und die Kinder präsentieren das Jahresthema mit Liedern, Collagen, Tänzen und Vorträgen. Ein Redaktionsteam, das aus den ältesten Teilnehmenden besteht, erarbeitet jährlich eine Broschüre, die alle als Erinnerung erhalten. Die Teilnahme an der Sommerschule ist kostenfrei für die Familien.

Ausgangslage

Nicht alle Schülerinnen und Schüler haben die Chance in den Sommerferien eine besonders schöne Zeit zu verbringen. Häufig müssen Familien ihre letzten Resourcen an Zeit und Geld verwenden um eine Betreuung für ihre jüngeren Kinder zu organisieren. Für ältere Kinder gibt es kaum attraktive Angebote. Manchen Familien fehlt auch die Motivation Ferienaktivitäten für ihre Kinder zu suchen oder zu bezahlen. Gleichzeitig wird (würde) die Chance vertan, an Sprachkenntnissen in der unterrichtsfreien Zeit zu arbeiten. Zu Beginn des Schuljahres kommt stets die gleiche erste Frage: Was habt ihr in den Ferien gemacht? Unserer Zielgruppe fehlt die Sprachfähigkeit und auch die Erlebnisse um sich am Unterrichtsgespräch persönlich beteiligen zu können. Das wollten wir ändern!

Ansatz und Methodik

Das Mehrgenerationenhaus Burgdorf e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der vom Bundesprogramm den Auftrag hat, den demographischen Wandel vor Ort zu begleiten. Das BMGH arbeitet seit 15 Jahren nach dem Konzept Begegnung - Beratung - Bildung mit dem Schwerpunkt der Integration. Das BMGH ist täglich von 9-18 Uhr geöffnet und bietet dadurch jede Möglichkeit niedrigschwellig in Kontakt zu treten. In 2024 haben 3.400 Personen unsere Beratung in diversen Sprachen in Anspruch genommen, 400 Kinder und 150 Erwachsene Bildungsangebote wahrgenommen und sehr viel mehr Personen an verschiedenen Begegnungsangeboten teilgenommen. Diese Fülle an qualitativen Angeboten und Verfügbarkeiten leisten wir mit unserem Team von 15 Angestellten, 130 Honorardozenten, durch unzählbare ehrenamtliche Stunden sowie die konstruktive Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern vor Ort. Dabei ist es unser Prinzip über die Teilhabe Menschen zu mobilisieren und ihre Fähigkeiten für deren Lebensweg sowie für das Gemeinwesen zu entdecken. Über 50% unserer Mitarbeitenden haben eine Zuwanderungsgeschichte, viele haben persönliche Fluchterfahrung. Dadurch lebt unser Verein sowohl durch die institutionellen als auch persönlichen Kontakte und Netzwerke und genießt ein tiefes Vertrauen vor Ort.