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Kunst- und Dialograum Kastanienplatz und Herzberger Aue

Mit Farbe und Kultur gegen Chancenlosigkeit

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Das Projekt

Wir wollen einen öffentlichen Aktionsraum schaffen, der als aktiver Erfahrungs- und Anlaufpunkt für die Bevölkerung und die Einwohner*innen aus dem gesamten Stadtgebiet zur Verfügung steht. In Kunstworkshops (i.d.R. für Street-Art) sollen sich vor allem Jugendliche Einwohner*innen aus allen sozialen Schichten und kulturellen Hintergründen kreativ ausdrücken können und ihre Themen für die Öffentlichkeit sichtbar machen. Dafür wird ein Sprayer-Park (3 bis 5 Stelen und eine Aufführungsplattform) errichtet und ein- oder zweimal im Jahr als visuelle Quartierschronik über- oder fortgeschrieben. Geplant ud begleitet von Workshops, Stadtteilfesten und kulturellen Angeboten (Musik, Lesungen oder Performances). Der bildkünstlerische Output wird dokumentiert und in Onlineformaten und lokalen Ausstellung gezeigt. Insbesondre die Jugendlichen im Antragsgebiet sollen ohne finanziellen Druck dabei Wertschätzung und Selbstwirksamkeit (durch aktive Einbindung in alle Projektebenen und –phasen) erleben. Für der Wahrnehmung der Gesamtstadt soll die Quartiersbevölkerung wieder sichtbar gemacht werden und die Vielfalt der Einwohnenden (Rentner*innen, Staatsbürger*innen, Flüchtlinge und alle Bewohner*innen und Migrationsgrund in der erste oder 2 oder 3 Generation) als Bereicherung für die Stadtgesellschaft markiert werden.

Ausgangslage

Herzberg am Harz ist eine Kleinstadt mit 1971 Kindern und Jugendlichen. 17% Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren und überdurchschnittlich viel Haushalte mit 3 oder mehr Kindern (16%). Die dokumentierte Kinderarmut (NEF = nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte) liegt für die Gesamtstadt bei 12,4%. Die SGB II-Quote nimmt für die Gesamtstadt im 11% den zweithöchsten Wert im Landkreis Göttingen ein. Die Werte im Antragsgebiet liegen in allen genannten Kategorein deutlich höher. Die Migrationsgeschichte (Anteil zur Gesamtstadtbevölkerung: 23.3%) ist vielfältig historisch geschichtet (s. Punk 4 Ursache) Da die Ursachen für die Chancenungleichheit kulturell, ökonomisch vielfältig sind, soll das Projekt über den gemeinsame künstlerische Erfahrung jenseits von Herkunft, Bildung, Kaufkraft selbst Wirksamkeit nach „innen“ und Wahrnehmbarkeit nach „außen“ ermöglichen. (Prozentangaben beziehen sich auf den Gesamtsstadt, erfasst 2023 / Werte für das Projektgebiet erfasst 2025 unter Punkt 9.)

Ansatz und Methodik

Auf organisatorischer Ebene der Kreiswohnbau Osterode am Harz/ Göttingen GmbH gibt es für die Mieter*innen der Wohnungen am Kastanienplatz und für weitere Nutzer*innen die Angebote im eigenem Stadtteiltreff vor Ort. Die Stadt Herzberg am Harz stellte bis ins Jahr 2012 mit 2 Bürgerarbeiter*innenstellen für Nachbarschaftsarbeit. Diese Kooperation wurde mit der Einstellung der Bürgerarbeitsangebote durch den Landkreis Göttingen aufgeben. Die Netzwerkpartner (Diakonie und Caritas) bieten Beratungsangebote (Schuldnerberatung, Seniorentreffs, Bingo-Nachmittage) an. Im Stadtteil Aue biete der der DITIB Türkisch Islamische Kultur Verein e.V. für die Muslima aus dem gesamt Stadtgebiet soziokulturelle Format an. Im Sinne eine stadtweiten Präventionsstrategie und der Stärkung der aufsuchenden Jugendarbeit soll das Engagement gemeinsam mit der Kreiswohnbau GmbH und den sozialen Netzwerkpartnern (inbes. HEL, Caritas, Diakonie, DITIB Moschee Herzberg - Fatih Camii) verstärkt und v.a. Vereinsamungsprozesse und die Armutsfrage in den Quartieren in den Mittelpunkt gerückt werden.