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Hildesheimer WegeWeiser

Chancen durch Mobilität und Wissen

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Das Projekt

Mobilität ist ein entscheidender Faktor für soziale Teilhabe und Selbstbestimmung. Gerade für Familien mit geringem Einkommen oder für Migrant:innen kann daher ein Fahrrad und die Fähigkeit zu fahren eine zentrale Rolle spielen. Mit unserem Projekt möchten wir unter Einbezug der Verkehrswacht Hildesheim Menschen zum Fahrradfahren befähigen, sie in unserem Straßenverkehrssystem schulen und ausbilden und sie mit einem eigenen Fahrrad ausstatten. Das Projekt kann dauerhaft mit kleinen Gruppen 1-2x jährlich stattfinden. Als Ergänzung ist eine kostenfreie Hausaufgabenhilfe / Lernunterstützung angesetzt, die perspektivisch nach den Herbstferien starten kann. Viele Schulleistungsstudien bestätigen empirisch einen systematischen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg. Bildung ist ein Schlüsselfaktor für einen sozialen Aufstieg und damit auch für soziale Sicherheit. Um das Ungleichgewicht bei schwächerer sozialer Herkunft auszugleichen, kann eine kostenfreie Hausaufgabenhilfe (oder Lernunterstützung) eine gute Grundlage bilden. Welche Altersgruppe/Klassenstufe oder welche Fächer im Besonderen angesprochen werden, wird sich im Idealfall aus den Kontakten des Fahrradprojekts ergeben; sonst ist eine Rücksprache mit umliegenden Schulen gut denkbar.

Ausgangslage

Mobilität ist ein entscheidender Faktor für soziale Teilhabe und Selbstbestimmung. Gerade für Menschen mit geringem Einkommen oder für Migrant:innen kann daher ein Fahrrad eine zentrale Rolle spielen, für Frauen mit Migrationshintergrund hat ein Fahrrad teilweise schon den symbolischen Charakter der Selbstbestimmung. Ein eigenes Fahrrad und die Fähigkeit, es zu nutzen, eröffnen ganz neue Möglichkeiten. Kinder ohne Fahrrad sind oftmals ausgegrenzt. Auch für sie ist die Mobilität mit einem Fahrrad ein wichtiger Aspekt im Bereich der Verselbstständigung und der selbstständigen Teilhabe. Bei geringem Einkommen ist der Erwerb eines Fahrrads meist nicht möglich. Wenn auch die Eltern kein Fahrrad besitzen oder ggf. nicht Fahrrad fahren können, ist die Teilhabe erheblich erschwert. Ebenso stellt aber auch die Kenntnis der Straßenverkehrsordnung ein Hindernis dar. Schüler:innen aus Elternhäusern mit einem höheren sozioökonomischen Status haben in ihrer Schulkarriere bessere Zugangschancen zu Bildung und größere Lernerfolge, sie erreichen durchschnittlich bessere Leistungen und höhere Bildungsabschlüsse als Schüler:innen aus sozial schwächeren Familien. Bildung ist jedoch ein Schlüsselfaktor für sozialen Aufstieg und soziale Sicherheit. Oftmals können die Eltern aus sozial schwacher Herkunft das Ungleichgewicht aus unterschiedlichsten Gründen nicht selbst auffangen: kognitive, zeitliche oder sprachliche Gründe sind dabei die häufigsten Gründe. Für gezielte Nachhilfe steht in diesen Haushalten kein Geld zur Verfügung. Es gilt also, hier ein Gleichgewicht durch kostenfreie Angebote herzustellen.

Ansatz und Methodik

Unser fachlicher Schwerpunkt liegt in der Kinder- und Jugendhilfe sowie entsprechende Familienarbeit. Dies bezieht sich bislang nicht auf eine offene Gemeinwesenarbeit. Unser Büro liegt zentral in Hildesheim und zeigt im direkten Umfeld und in der Nachbarschaft diverse Ansätze außerhalb unseres bisherigen Arbeitsfelds. Die von uns in diesem Projekt gewählten Inhalte entsprechen unseren satzungsgemäßen Aufgaben und sind uns daher eine Herzensanliegen. Die gezielte Maßnahme soll zur Vernetzung führen und als möglicher Startpunkt zur Ermittlung weiterer Bedarfe, die durch ehrenamtliches (koordiniertes) Engagement gedeckt werden können. Hier sind wir gern weiterhin die koordinierende Organisation. Für die Projekt-Koordination und -Durchführung setzen wir sowohl Hochschulabsolventen (hier mehrheitlich aus dem Bereich Soziale Arbeit) als auch pädagogische Fachkräfte (Erzieher:innen, Heilpädagogen, auch in Ausbildung) ein.