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Initiative für aktive Kinder und Jugendliche in Obernkirchen

Initiative gegen Alleinsein und Langeweile

friedrichsstrasse , kalte weide , kolbergring , interkulturelleszentrum , taubenweg

Das Projekt

Um Kinder und Jugendiche vor der Isolation zu bewahren, wollen wir, inbesondere den Familien, die durch Armut betroffen sind und damit keine Möglichkeiten haben Ihre Kinder und Jugendlichen an der gesellschaftlichen Intergration teilhaben zu lassen, zur Seite stehen. Durch persönliches Aufsuchen in Ihren Wohnvierteln und der Kontaktaufnahme vor Ort wollen wir in Abstimmung mit den Eltern und in Kooperation mit dem Jugendzentrum in Obernkirchen die betroffenen Kinder und Jugendlichen einladen an einem Freizeitprogramm teilzunehmen, dass zur Vertrauensbildung dient und mit kreativen Angeboten in unserem Projektgarten oder im Stadthaus B4 (Jugendzentrum) wöchentlich altersgerecht stattfindet. Durch das kennenlernen der Kinder und Jugendlichen in Ihrer gewohnten Umgebung und der anfänglichen Teilnahme an einem niederschelligem Einstiegsprogramm wollen wir die Bedarfe, Nöte und Interessen der Teilnehmenden kennen lernen und daraus adäquate,meist schon vorhandene Angebote aus der Vereinslandschaft in Obernkirchen und Umgebung finden. Bei erfolgreicher Vermittlung an einen Verein wollen wir mit unseren Mitarbeitern sicher stellen, dass die Kinder und Jugendliche durch uns in der Anfangszeit, um es zu lernen, dass Angebot gut und sicher erreichen. Dazu begleiten wir sie und stellen das Vertaruensverhältnis zu den im Verein Verantwortlichen her kann. Diese vermittelnde Aufgabe soll für die Kinder und Jugendlichen einige Wochen begrenzt, erfolgen. Das dazu notwendige Netzwerk soll ebenfalls in einem kurzen Zeitraum durch einen unserer koordinierednen Mitarbeiter nachhaltig geschaffen und gepflegt werden. Regelmäßiger Erfahrungsaustausch soll dabei helfen auch hier ein gegenseitiges Lernen und evtl. neue Aktivitäten in den Vereinen möglich machen. Hierbei interessiert uns vor allem auch ob die Kinder regelmäßig wiederkommen oder wir helfend unterstützen müssen. Zusammengefasst wollen wir das Arbeitsfeld, an dem meist der Erfolg scheitert, kurzfristig besetzen. Vor Ort Kontakt aufnehmen, Vertrauen zu den Kindern und Jugendlichen und deren Eltern aufbauen sowie durch anfänglich eigene kreative Freizeitangebote erfolgreich und nachhaltig die Kinder und Jugendliche an unsere Vereinskultur heranführen. Dadurch werden für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation und Möglichkeiten einer echten Teilhabe geschaffen.

Ausgangslage

Der DRK Kreisverband Schaumburg e.V. ist seit Oktober 2015 im Rahmen von Vereinbarungen mit dem Landkreis Schaumburg in der Flüchtlingssozialhilfe und seit 2022 im Rahmen der Flüchtlinge aus der Ukraine in Schaumburg mit verschiedenen Beratungsstellen, u.a. in der GU Herderschule in Bückeburg und mit einem Beratungs- und Begegnungszentrum in Obernkirchen, etabliert. Die DRK Soziale Dienste Schaumburg gGmbH ist mit verschiedenen geförderten Projekten bereits im Thema "berufliche Integration in Schaumburg", der Beratungsstelle von "traumatisierten geflüchteten Menschen" in Schaumburg sowie mit einer Migrationsberatungsstelle für Obernkirchen aktiv. Die Stadt Obernkirchen ist im Landkreis Schaumburg eine von fünf Städten mit einem hohen Anteil an Menschen mit Fluchtgeschichte, vor allem Familien. In 40 Übergangswohnungen und in vielen privat angemieteten Wohnräumen leben ca. 750 zugwanderte Menschen unterschiedlicher Nationalitäten im Stadtgebiet. Der Jugendquotient in Obernkirchen liegt bei 31,5 %, der Anteil unter 18-jähriger liegt bei 15,9 %. In Obernkirchen sind die Zuzüge von Familien in den letzten Jahren höher als die Abgänge gewesen. Ein besonderes Thema, dass uns am Herzen liegt, ist, Möglichkeiten zu schaffen die Teilhabe von geflüchteten Kindern und Jugendlichen zu fördern und nach vertrauensbildenden Maßnahmen die Vernetzung in die vorhanden Vereinsstrukturen zu ermöglichen. Hierzu würden wir sehr gerne ein eigenes Einstiegsangebot in Kooperation mit dem Jugendzentrum in Obernkirchen auflegen und dafür personelle Ressourcen schaffen. Wir werden bei unseren Aktivitäten von der Kommune und der Bürgermeisterin der Stadt Obernkirchen unterstützt.

Ansatz und Methodik

Unser Angebot ist es Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien konkret an zwei Nachmittagen pro Woche (dienstags und mittwochs von 14.30 bis 17.00 Uhr), durch Abholung in Ihrem Wohnumfeld unter Einbindung der Eltern, an Aktivitäten teilhaben und mitgestalten zu lassen. Dafür schaffen wir in Summe eine Stelle, die aufgeteilt auf eine Teilzeitstelle (0,5) mit 20 Std. für die koordinierende und aufsuchende Arbeit verantwortlich ist und zwei Minijobstellen die für die begleitende Arbeit eingesetzt werden. Den Zugang zu den Familien schaffen wir uns u.a. über unser Beratungs- und Begegnungszentrum des DRK Kreisverbandes, wo unsere vertrauten Mitarbeiter und Sprachmittler der Migrationsarbeit täglich Kontakt zu den geflüchteten Menschen haben. Über diese Ansprache avisieren wir den Besuch vor Ort in den Wohnvierteln. Unsere Projektmitarbeiter werden dann die Kinder- und Jugendlichen in Ihrem Wohnumfeld aufsuchen, ansprechen und einladen zu unseren Angeboten mitzukommen. Sicherlich werden hierbei auch uns noch nicht bekannte Familien kennen lernen und mit einbinden können. Das Beratungszentrum wird beim stellen der entsprechenden Anträge für "Bildung und Teilhabe" zur Deckung evtl. Mitgliedsbeiträge von Vereinen behilflich sein. Unsere Zielgruppe beginnt ab Grundschulalter und wird durch eine bereits bestehende Kooperation im Bereich der Lernförderung mit der Grundschule und der IGS Obernkirchen unterstützt. Parallel wird das Netzwerk mit den Vereinen entwickelt.