Naschgarten - Gemeinsam wachsen im Englischen Viertel
Ein partizipatives Gartenprojekt für Begegnung, Integration und gesunde Ernährung
Das Projekt
Projektbeschreibung:
Das Gemeinschaftshaus im Englischen Viertel versteht sich als offener Ort für Begegnung, Austausch und Bildung. Um auch den Außenbereich als niederschwellige Begegnungsfläche zu aktivieren, soll ein Naschgarten entstehen. Geplant sind:
• die Pflanzung von Obststräuchern,
• der Bau und die Bepflanzung von Hochbeeten mit Gemüse und Kräutern,
• die Einrichtung von Sitzgelegenheiten und Aufenthaltsbereichen,
• sowie begleitende Bildungsangebote zur gesunden Ernährung und nachhaltigem Gärtnern.
Der Garten wird partizipativ gestaltet: Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels – darunter auch Geflüchtete und neu Zugezogene – werden von Anfang an aktiv in Planung, Umsetzung und Pflege eingebunden. Die spätere Verarbeitung der Ernte (z. B. Marmeladen, kleine Mahlzeiten) ist Teil des Konzepts.
Projektverlauf:
1. Kick-off-Workshop: Gemeinsame Planung mit Anwohnenden, Projektleitung, Teilnehmenden und Fachkräften (Projektname: „Der Naschgarten – Mitmachen und Entspannen“)
2. Fachliche Schulung: Einführung für das Projektteam durch eine erfahrene Waldpädagogin
3. Vorbereitende Arbeiten: Pflasterung und Gestaltung der Gartenflächen für Hochbeete und Sitzgelegenheiten
4. Materialbeschaffung
5. Gemeinsame Pflanzaktion
6. Begleitende Aktionen: Workshops zu gesunder Ernährung, Verarbeitung der Ernte etc.
Ziele des Projekts
• Stärkung des sozialen Miteinanders im Quartier
• Förderung gesunder Ernährung durch Anbau und Verarbeitung frischer Lebensmittel
• Partizipation und Empowerment der Bewohner:innen durch Mitgestaltung und Verantwortung
• Niedrigschwellige Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu Themen wie Ernährung, Nachhaltigkeit und Pflanzenkunde
• Anknüpfung an kommunale Themen wie Fairtrade, Nachhaltigkeit und Umweltbildung
• Langfristige Wirkung: Der Garten soll stetig weiterentwickelt und dauerhaft gepflegt werden
Ausgangslage
Das Englische Viertel ist ein soziales Wohnquartier mit einer bewusst durchmischten Bewohnerschaft. Der Landkreis und die Kreissiedlungsgesellschaft haben hier 32 Gebäude erworben, ergänzt durch vier Gemeinschaftshäuser, die vielfältige Begegnungs-, Beratungs- und Bildungsangebote ermöglichen. Ziel ist es, das Miteinander von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu fördern. Der Gemeinschaftsgarten ist derzeit ungestaltet und bietet großes Potenzial für AnwohnerInnen und Projektteilnehmenden zur zusätzlichen Nutzung auch außerhalb der Öffnungszeiten des Hauses.
Ansatz und Methodik
Die bisherige Nachbarschaftsarbeit wurde über vielfältige, niedrigschwellige Formate umgesetzt - darunter Straßen- und Gartenfeste, öffentliche Projekt- und Sprachtreffen, Begegnungscafes sowie eine offene Fahrradwerkstatt. Diese Angebote haben das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt und erste Beteiligungsprozesse initiiert. Im Gemeinschaftshaus haben wir begonnen, eine strukturierte und professionelle Gemeinwesenarbeit zu verankern. Dabei unterstützen wir gezielte lokale Gruppen und Initiativen darin, ihre kulturellen Hintergründe, sozialen Netzwerke und Ideen aktiv in das Wohnumfeld einzubringen. Projekte, die von BewohnerInnen selbst gestaltet und getragen werden, fördern Zugehörigkeit, kulturelle Vielfalt und gegenseitige Anerkennung im Stadtteil. Unsere Gemeinwesenarbeit verfolgt das ziel, die Beteiligung, das Empowerment und die Selbstorganisation der Menschen vor Ort nachhaltig zu stärken. Der Garten des Gemeinschaftshauses gilt hier als wichtige zusätzliche Begegnungs- und Beteiligungsort. Er ist jederzeit frei zugänglich und würde mit einem Naschgarten weitere Ressourcen mit sich bringen. Daher möchten wir diesen zeitnah einrichten.