Skip to main content

Projekt Außengelände

Gleis D – Offenes Außengelände für Bewegung, Begegnung und Beteiligung

bildschirmfoto 2025 05 21 um 00.31.17 , bildschirmfoto 2025 05 21 um 00.31.10 , bildschirmfoto 2025 05 21 um 00.31.00 , bildschirmfoto 2025 05 21 um 00.04.13

Das Projekt

Das Außengelände der Skatehalle Gleis D in Hannover-Hainholz umfasst ca. 1.500 m² und ist heute schon ein zentraler Treffpunkt für Kinder, Jugendliche, Familien und Nachbar*innen – ganz unabhängig von der Nutzung der Halle. Das Gelände ist frei zugänglich und bildet den kostenlosen, niedrigschwelligen Teil unseres Angebots. Besonders für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Lebenslagen ist dieser offene Raum ein wichtiger Ort für Bewegung, Begegnung und Freizeitgestaltung – in einem Stadtteil, der aufgrund seiner Infrastruktur aktuell als Sanierungsgebiet geprüft wird. Trotz der hohen Nutzungsfrequenz fehlt es bislang an Aufenthaltsqualität, Schutz und Struktur. Fahrräder und Autos stehen ungeordnet, es gibt kaum Sitzmöglichkeiten, keine wetterfesten Aufenthaltsbereiche, und die Trails für BMX- und Dirtbike-Fahrende sind nicht gegen Regen geschützt. Jugendliche halten sich regelmäßig auf dem Gelände auf – doch es fehlt ein gestalteter Raum, der ihren Bedürfnissen gerecht wird. Neben der BMX und -Dirtbikeanlage ist Hannovers größte legale Graffiti-Wand ein Magnet für Kinder und Jugendliche. Sie steht symbolisch für unseren inklusiven, kreativen und jugendkulturellen Ansatz. Diesen möchten wir im Außenbereich weiter stärken. Ziel des Projekts ist die partizipative Umgestaltung des Geländes – gemeinsam mit jungen Menschen und Ehrenamtlichen. Geplant sind: • Bau von Sitz- und Aufenthaltsbereichen • Begrünung mit Hochbeeten zur Strukturierung des Raumes • umfangreiche Schutzmaßnahmen für die Trails (BMX-Strecke) • Ordnung von Fahrrad- und PKW-Flächen • Sonnenschutz und Beleuchtung Alle Maßnahmen werden in Eigenleistung im Sommer 2025 umgesetzt. Jugendliche und engagierte Nachbar*innen sind von Anfang an beteiligt – Planung, Umsetzung und Pflege erfolgen gemeinschaftlich. Wir schaffen damit einen sicheren, funktionalen und einladenden Ort, der soziale Teilhabe ermöglicht und den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Quartier stärkt. Das Außengelände wird so zu einem echten Raum für alle – offen, kostenlos und mitgestaltet.

Ausgangslage

Das rund 1.500 m² große Außengelände der Skatehalle Gleis D wird intensiv genutzt – von Jugendlichen aus dem Stadtteil, Familien, Nachbarinnen sowie Besucherinnen aus ganz Hannover. Besonders Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Lebenslagen verbringen hier ihre Freizeit: Sie skaten, fahren BMX oder treffen sich einfach mit Freund*innen. Der Bereich ist öffentlich zugänglich und damit ein niedrigschwelliges, kostenloses Angebot – unabhängig von Vereinsmitgliedschaft oder Hallennutzung. Trotz seiner hohen Relevanz für das Quartier fehlt dem Gelände eine klare Struktur. Es gibt kaum Aufenthaltsmöglichkeiten, keine geschützten Bereiche und keine Abgrenzung zwischen Verkehrs- und Bewegungszonen. Autos und Fahrräder parken ungeordnet, die BMX- und Dirtbike-Trails sind unzureichend gegen Regen geschützt, was regelmäßig zu Schäden und eingeschränkter Nutzbarkeit führt. Der Wunsch nach einem gestalteten, sicheren und attraktiven Außenraum ist groß – insbesondere bei Jugendlichen aus der Nachbarschaft, die derzeit keinen echten Ort für sich haben. Gleichzeitig rückt das Gelände städtebaulich in den Fokus: Das Quartier Hannover-Vahrenwald wird derzeit im Rahmen des Sanierungsgebiets „Emil-Meyer-Straße“ aufgewertet. Dadurch steigt der Bedarf an sozialen und kulturellen Begegnungsorten im öffentlichen Raum. Wir erleben regelmäßig, dass Nutzer*innen uns ansprechen, weil sie sich eine Mitgliedschaft im Verein nicht leisten können – das Außengelände ist für viele daher die einzige Möglichkeit, am sozialen und sportlichen Leben rund um Gleis D teilzuhaben.

Ansatz und Methodik

Das Projekt zur Gestaltung des Außengeländes der Skatehalle Gleis D ist in einen gemeinwesenorientierten Ansatz eingebettet, der seit Bestehen des Vereins zur Förderung von Jugendkultur und Sport e.V. verfolgt wird. Die Skatehalle fungiert als offener Ort für Kinder, Jugendliche und Familien aus dem Stadtteil – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Einkommen. Insbesondere das frei zugängliche Außengelände bietet niedrigschwellige Möglichkeiten zur Begegnung, Teilhabe und selbstbestimmten Freizeitgestaltung. Die geplanten Maßnahmen orientieren sich am Leitbild der Gemeinwesenarbeit: Sie werden partizipativ entwickelt und umgesetzt, stärken das soziale Miteinander und fördern die Eigenverantwortung der Bewohnerinnen – vor allem junger Menschen. Jugendliche, Nachbarinnen und Ehrenamtliche werden aktiv in Planung, Bau und Pflege des Geländes eingebunden. Damit wird das Projekt nicht nur als bauliche Maßnahme verstanden, sondern als gemeinschaftlicher Prozess, der Beteiligung und soziale Bindungen im Quartier stärkt. Zudem stehen wir im Austausch mit anderen Akteur*innen vor Ort – etwa der „Initiative Hüttenstraße“, sozialen Einrichtungen und benachbarten Vereinen – um Synergien zu nutzen und das Gelände langfristig als Ort des sozialen Zusammenhalts zu etablieren. Das Projekt versteht sich damit als konkreter Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung eines vielfältigen, solidarischen und lebenswerten Stadtteils.