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02. Ankommen – Miteinander Heimat gestalten

Wir kennen und gestalten unser Viertel mit!

Das Projekt

Im Hannoverschen Stadtteil Davenstedt u. Ahlem leben viele zugewanderte Familien, insbesondere Frauen und Kinder, die sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden müssen. Das Projekt „Ankommen – Miteinander Heimat gestalten“ hat das Ziel, diesen neuen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern das Ankommen zu erleichtern, ihnen Orientierung zu geben und Räume für Begegnung, Austausch und Teilhabe zu schaffen. Durch gemeinschaftliche Aktivitäten wie Exkursionen in die Stadt und Region, Demokratieseminare sowie kreative Kunst- und Kulturaktionen lernen die Teilnehmenden ihre neue Heimat kennen – nicht nur geografisch, sondern auch gesellschaftlich, historisch und kulturell. Sie erhalten Einblicke in demokratische Prozesse, Institutionen und Möglichkeiten der Mitbestimmung und erleben dabei, dass sie selbst ein aktiver Teil dieser Gemeinschaft sind. Sie erhalten Einblicke in demokratische Prozesse, Institutionen und Möglichkeiten der Mitbestimmung und erleben dabei, dass sie selbst ein aktiver Teil dieser Gemeinschaft sind. Besonderer Fokus liegt auf den Frauen und Kindern, da sie oft mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind. Während die Kinder durch spielerisch-kreative Formate eingebunden werden, finden Frauen in einem geschützten Rahmen Möglichkeiten, sich zu vernetzen, ihre Perspektiven einzubringen und neue Wege der Partizipation zu entdecken. Das Projekt fördert das interkulturelle Miteinander, baut Vorurteile ab und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Denn eine lebendige Nachbarschaft entsteht dort, wo Menschen sich begegnen, sich einbringen und gemeinsam ihre Lebenswelt gestalten

Ausgangslage

In dem Stadtteil (Hannover-Davenstedt, Ahlem) gibt es neben Straßen mit Einfamilienhäuser große mehrstöckige Wohnblöcke in denen viele zugewanderte Menschen und Familien mit Leistungsbezug leben. Durch die steigenden Lebenshaltungskosten geht es vielen Menschen im Stadteil finanziell nicht gut, trotz der Erhöhung von Bürger- und Wohngeld. Der Rückzug ins Private ist erkennbar, Unkenntnis und Ängste vor dem Unbekannten sind nehmen, insbesondere wenn die Sprachkenntnisse noch gering sind. Flüchtlingsfamilien haben noch zuviele neue Eindrücke zu verarbeiten, unabhäigig ob sie noch im Flüchtlingswohnheim leben oder schon in einer eigenen Wohnung. Einheimische vor allem auch ältere Deutsche vereinsamen, aufgrund von fehlenden Kontakten. Das Interesse an der näheren Umgebung bedarf eines Anstoßes, einer Einladung. Es gibt seit einiger Zeit ein aktives Quartiersmanagement, das auch mit diesem Angebot unterstützt werden soll, indem neue Bewohner/innen im Stadtteil an dem Angeboten Interesse zeigen und teilnehmen.

Ansatz und Methodik

• Exkursionen zu relevanten Einrichtungen im Stadtteil (z. B. Rathaus, Bibliothek, Stadtteilzentrum, Museum), um Orientierung und Zugang zu Angeboten zu schaffen • Demokratieseminare und Gesprächsrunden zu Themen wie Rechte & Pflichten, kommunale Strukturen, Teilhabemöglichkeiten • Kreative Kunstaktionen (z. B. Collagen, Malen, Fotoprojekte), in denen persönliche Geschichten und kulturelle Perspektiven sichtbar gemacht werden • Familienorientierte Gruppenaktivitäten mit Spielen, Kochen, Basteln etc., um Vertrauen und Bindung aufzubauen • Kooperation mit lokalen Einrichtungen, um nachhaltige Anschlussmöglichkeiten für die Teilnehmenden zu schaffen