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CariFamily - Gemeinschaft leben!

Familienaktionen zur Stärkung von Kindern und Familien und Förderung des sozialen Zusammenhalts im Quartier

Das Projekt

CariFamily- Gemeinschaft leben! Im Stadtteil Linden-Süd leben viele kinderreiche Familien und Alleinerziehende aus unterschiedlichsten Herkunftsländern. Viele wohnen in beengten Wohnverhältnissen, verfügen über wenig soziale Kontakte und sind größtenteils von Transferleistungen abhängig. Das Familienzentrum St. Vinzenz der Caritas am Treffpunkt Allerweg ist für viele Familien zentraler Mittelpunkt im Stadtteil und Anlaufstelle für klein und groß. Unter dem Motto "CariFamiliy - Gemeinschaft leben!" möchte das Familienzentrum in 2025 drei große inklusive Familienaktionen durchführen, um mit Spiel, Spaß und Sport im Sinne eines kollektiven Empowerments besonders belastete Kinder und Familien nachhaltig zu stärken, Gemeinschaft und Selbstorganisation zu fördern, Vorurteile und Hemmnisse abzubauen und den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil Linden-Süd zu unterstützen. Ein großer Familienausflug am 10.06.25 mit 300 Teilnehmenden, eine Familienfreizeit im Oktober mit 140 Teilnehmenden und ein Sportfest im November für alle Familien aus dem Stadtteil machen Gemeinschaft erlebbar. Neue Kontakte und Freundschaften können geschlossen werden. Die einzelnen Aktionsbausteine laden ein zum Mitmachen, fördern Bewegung und gesunde Ernährung. Fairness, Spiel und Spaß stärken das einzelne Familiensystem. Die lebendige Teilhabe und das Erleben von Gemeinschaft fördern Resilienz und Selbstwirksamkeit und wirken nachhaltig den vielfältigen Chancenungleichheiten und Einsamkeitsbelastungen entgegen. Intensive Begegnungen zwischen Nachbarn, Jung und Alt werden ermöglicht. Freundschaften und soziale Bindungen entstehen, unabhängig von Kultur, Glaube und Sprache, mit oder ohne Beeinträchtigung. Familien in prekären Lebenssituationen erleben Wertschätzung und Miteinander, die das Zusammenleben im Stadtteil nachhaltig tragen. Es geht darum nicht nur Mut zu machen, sondern Familien mutig zu machen, aktiv das Gemeinwesen mitzugestalten.

Ausgangslage

Das Familienzentrum St. Vinzenz im Stadtteil Linden-Süd betreut 83 Kinder. Davon stehen 25 Plätze für Kinder mit einem erhöhten Förderbedarf im körperlich/geistigen/sozialen oder emotionalen Bereich zur Verfügung. Linden-Süd gehört zu den Stadtteilen mit einem erhöhten sozialen Handlungsbedarf. Es ist ein sehr lebendiger Stadtteil mit vielen kinderreichen Familien und Alleinerziehenden aus unterschiedlichsten Herkunftsländern. Viele wohnen in beengten Wohnverhältnissen und sind abhängig von Transferleistungen. Dabei handelt es sich überwiegend um Familien mit erhöhten Risikofaktoren für Chancenungleichheit: Kinderreichtum, Migrationshintergrund, Kinderarmut, Transferleistungen, Krankheiten/Behinderungen, alleinerziehend, niedriger Bildungsstand. Das Familienzentrum ist oft erster Anlaufort für Sorgen und persönliche Anliegen. Die Familien werden wertgeschätzt und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wird aufgebaut. Das FZ ist daher hervorragend geeignet, um Menschen aus der Isolation zu holen und zusammen zu bringen. Neben der Klärung von Alltagsbelastungen und der Sicherung von Grundbedürfnissen, steht die gesellschaftliche Teilhabe an erster Stelle. Im FZ gibt es viele feste Angebote, aber es braucht zusätzlich Lichtblicke im Alltag. Lichtblicke, die sich die Familien nicht leisten können, aber eine nachhaltige Wirkung für alle Beteiligten und für das Zusammenleben im Stadtteil haben. Aktionen mit Spiel, Spaß, Sport und intensiver Begegnung bringen Jung und Alt zusammen, unabhängig von Kultur, Glaube, Sprache, mit oder ohne Beeinträchtigung. In der Gemeinschaft wird Teilhabe lebendig, Mitmachen möglich und Resilienz gegen Einsamkeit erworben.

Ansatz und Methodik

In Linden-Süd sind 36% der dort lebenden Menschen von Armut betroffen, besonders Familien. In der Gemeinwesenarbeit geht es darum, diese Familien aus der Isolation zu holen und sie miteinander und mit anderen Menschen aus dem Stadtteil in Kontakt zu bringen. Es geht darum, die Familien zu befähigen und zu ermutigen, ihr Umfeld und das Gemeinwesen aktiv mitzugestalten und sowohl bei Menschen mit Migrationsgeschichte als auch bei Menschen der Aufnahmegesellschaft im Stadtteil, Vorurteile und Integrationshemmnisse abzubauen. Dies besonders durch die Ermöglichung von Teilhabe, Begegnung und das aktive Erleben von Gemeinschaft. Das Familienzentrum ist Anlauf- und Vernetzungsstelle und Motor für gemeinsame Aktionen im Stadtteil. Es ist Teil eines großen Netzwerkes (Stadtteilforum Linden-Süd) und damit eine (Bildungs-) Einrichtung, die kollektiv aktivieren kann und die Bewohner:innen in den Mittelpunkt stellt. Sie trägt maßgeblich zur Stabilisierung und zum Aufbau nachbarschaftlicher und sozialer Netzwerke bei. Mit den geplanten Maßnahmen sollen zudem nicht kommerzielle Freizeit- und Sportangebote für jedermann/-frau im Stadtteil geschaffen werden, um Ausgrenzung entgegenzuwirken und echte Teilhabe zu ermöglichen.